Aktueller Brief April 2022

Frieden ist weit mehr als die Abwesenheit von Krieg

Liebe Freundin, lieber Freund,

was hat sich in dir, in deinem Lebensgefühl, in den letzten Wochen geändert, seit russische Soldaten die Ukraine zerstören, Menschen töten und Millionen in die Flucht schlagen? In unserer Gesellschaft hat sich das Klima blitzschnell verändert und ebenso das Klima in den meisten Menschen. Die Angst beherrscht Politiker wie Bürger, besser wir lassen uns von Angst beherrschen und regieren. Beherrscht die Angst auch dich?

‚Wir‘, die Länder des Westens und damit auch wir Bürger, befinden uns in einem Krieg gegen ein Land, dem wir – neben den USA, England und Frankreich - die Befreiung von einem mörderischen Hitler-Regime zu verdanken haben. Und ebenso die Wiedervereinigung Deutschlands, die es ohne einen Herrn Gorbatschow nicht gegeben hätte. Noch ist es bei uns ein Wirtschaftskrieg, aber es kann morgen schon ein Krieg mit Bomben und Raketen werden.

Beobachter sind überrascht über die plötzliche Einigkeit und den Zusammenschluss über Parteien und Länder hinweg. Der ‚gemeinsame Feind‘ Putin schweißt offenbar zusammen und bringt lästige mäßigende Stimmen zum Schweigen. Wir, die ‚Guten‘ hier und dort ‚der Böse‘. Es sieht wie ein Rückfall in die Vergangenheit aus.

Wie schon die letzten Corona-Jahre holt der begonnene Krieg in der Ukraine und die politischen Reaktionen darauf in uns all die Gefühle hoch, um die sich bisher kaum jemand verantwortungsvoll in seinem Leben gekümmert hat. Vor allem sind es Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst und Wut. Und jeder von uns wählt, wie er selbst mit diesen Gefühlen umgehen will.

Jeder von uns darf seine eigene Verantwortung übernehmen für diese Gefühle. Sie fallen nicht vom Himmel, sondern werden von uns selbst erschaffen. Aus Ohnmacht, Angst und Wut entstehen aggressive, oft mörderische Handlungen, wenn sich Menschen mit der knallroten Wutbrille vor den Augen, selbst ermächtigen, um anderen, den in ihren Augen Schuldigen Schaden zuzufügen oder sie zu vernichten. Wer wütend ist, macht und redet fast immer Unsinn, denn Wut macht blind für die Wahrheit.

Wer etwas für den Frieden tun will auf unserer schönen Mutter Erde, darf sich um den ganz persönlichen Krieg in seinem Inneren kümmern, den er täglich in seine Familie, seine Nachbarschaft und an seinen Arbeitsplatz trägt. In nur sehr wenigen Menschen herrscht das, was den Namen ‚Frieden‘ verdient hat. Frieden ist weit, weit mehr als die Abwesenheit von Krieg und Konflikt. Frieden ist das auf dem Herzen und der Liebe basierende Bewusstsein, dass wir alle, ob Deutsche, Russen, Amerikaner oder Chinesen, ob Muslims, Katholiken, Protestanten, Hindus oder Atheisten, dass alle über 7 Milliarden Menschen absolut gleichwertig und nicht voneinander getrennt sind (außer in unseren Gedanken), sondern dass wir alle EINS sind und alle aus EINER Quelle stammen, die wir All-Liebe, Gott, Allah oder wie immer nennen.

WIR ALLE dürfen unsere Schöpfer-Verantwortung für den unfriedlichen Zustand unserer Welt übernehmen. So unfriedlich, wie es in den meisten von uns aussieht, so sieht es in den meisten unserer Firmen, Organisationen und Ländern aus. Wie unten – so oben. Wer wahrhaftig Frieden will, darf vor allem Frieden mit sich selbst und in sich selbst erschaffen. Solange der Mensch sich selbst nicht ehrt, würdigt und liebt und sich selbst verzeiht, wofür er sich über Jahrzehnte verurteilt hat, ist er der eigentliche unbewusste Kriegstreiber und Kriegsverursacher auf dieser Welt. Wie unten – so oben.

Nur eine Kraft hat die Macht, auf Dauer Frieden zu erschaffen. Die Quelle dieser Kraft sitzt im Herzen jedes Menschen. Ja, jeder von uns ist aus dieser Kraftquelle geboren, der Liebe. Und diese Liebe hat viele ‚Zweige‘. Es sind Haltungen und Werte, für die sich jeder entscheiden kann, für die DU DICH HEUTE ENTSCHEIDEN kannst. Sie heißen u.a.: Verständnis, Mitgefühl, Friedfertigkeit, Wahrhaftigkeit, Dankbarkeit, Geduld, Vergebung, Barmherzigkeit, Verbundenheit, Würdigung und Wertschätzung.

Ich habe – nach wie vor – keine Zweifel: Wir leben in einer segensreichen Zeit der großen Transformation des menschlichen Bewusstseins hin zu einem Bewusstsein der All-Verbundenheit und des All-Eins-Seins. Wir stehen am Ende eines alten, mörderischen Zeitalters in der Scheinwelt der Angst. Und am Anfang eines neuen Goldenen Zeitalters des Friedens und der Liebe. Darüber darf jeder gerne lächeln. Es mag noch vieles zerstört werden und zusammenbrechen in den kommenden Jahren, aber die letzten Stunden des destruktiven, anklagenden, verurteilenden Menschen, der sich als Opfer und nicht als Schöpfer sieht, gehen in diesen Jahren definitiv zu Ende.

Unterschätze nicht deinen persönlichen Beitrag zum Frieden in der Welt. Er findet in dir und in deinem persönlichen Umfeld statt. Sei du selbst der Frieden, den du in der Welt zu sehen wünschst.

 

Mit herzlichen, friedvollen Grüßen
Euer

 

P.S. Ich freue mich, dass meine ersten Live-Vorträge ab Anfang Mai wieder stattfinden.