„Wenn wir uns selbst annehmen würden, dann würden wir auch andere – in unseren Familien, an unseren Arbeitsplätzen und in unserer Gesellschaft – verstehen, wertschätzen und lieben können“, sagt einer, der sich seit 30 Jahren fast ausschließlich damit beschäftigt, wie ein wahrhaft glückliches Leben gelingen kann. Die Botschaft von Diplom-Psychologe, Bestseller-Autor und Coach Robert Betz ist so einfach wie radikal: Nur wer sich selbst liebt, kann ein glücklicheres, gesünderes und erfüllteres Leben führen. In unserer Serie „Dein MUMM-Jahr mit Robert Betz“ erklärt er, dass jeder schon heute damit anfangen kann."

In den vielen Jahrzehnten seiner Arbeit hat Robert Betz etwas Grundlegendes festgestellt: Die meisten Menschen lieben sich nicht, oder jedenfalls nicht wirklich und erst recht nicht so, wie sie es eigentlich bräuchten. Das ist eine erlernte Haltung, die meistens auf die Kindheit zurückgeht. „Kaum ein Kind hatte Eltern oder andere Bezugspersonen, die ihm vermitteln konnten: Du bist wunderbar und ein Geschenk, so wie du bist“, sagt er. Stattdessen werden Kinder verglichen, beurteilt und korrigiert. Sie lernen früh, dass Liebe etwas ist, das man sich verdienen muss durch Anpassung, Leistung und Gefälligkeit. Der Glaubenssatz, der dabei entsteht, ist einer der schädlichsten, den ein Mensch mit sich tragen kann: „So, wie ich bin, bin ich nicht liebenswert.“ Er sitzt tief und wirkt unbewusst, sodass er jahrzehntelang formt, wie wir uns selbst und anderen begegnen. Das macht uns vielleicht beliebt, sagt Robert Betz, aber nicht glücklich. Denn wer ständig versucht, die Erwartungen anderer zu erfüllen, verrät dabei das Wesentlichste: sich selbst und das eigene Herz.