Geistige Welt: Die April-Botschaft 2017.

Noch einmal die Erklärung: Aus einer Bibliothek, aus einer lichten Bibliothek werden die Informationen über eine solche Frau übermittelt. Und du, Bruder, hast die wundervolle Möglichkeit, das an ein Forum zu geben. Vielen Dank dafür. Das nennt sich das Emanuel-System. Gott zum Gruße. 

Und vorab, bevor gesprochen wird, wie gewohnt an dieser Stelle, über eine Metapher, ein Gleichnis, zum  April ein Vorabwort, das wichtig ist. Und das ist: Vieles ist gesprochen worden über ein Zeitentor in diesem Frühjahr/Sommer 2017. Und genau darüber geht es jetzt. Und dieses soll zum Verständnis noch einmal kurz erläutert werden, obschon es vielmals angesprochen wurde über Monate und auch die vergangenen Jahre, was es bedeutet. 

Das Zeitentor März/April lautet: Die Schwingungsqualität auf der Erde fordert den Menschen zurück in seine Primärenergie, ruft ihn zurück, so zu leben, wie er sich wirklich einstmals erdacht und gemacht hat, wie er sich einstmals schöpferisch inkarniert hat und sich selbst und dem Leben versprochen hat so zu leben. Und das ist primär, mit seinem Leben sich zu wenden an die Liebe, aus der Liebe, mit der Liebe zu leben als Ansprechpartner, mit dem Licht als Wissen, als Kraft zu Leben, als Ansprechpartner mit dem Leben, mit dem Rhythmus ‚Leben‘ selbst zu sein in den Tagen. Und diese drei in dem großen Begriff Freude zu leben als Primärfaktor, als das sind die Ansprechpartner in allen Belangen zu leben.

Und da ist die Polarität: Wenn das nicht so gelebt wird, wenn in Sekundärenergien gelebt wird, wenn das Hobby, wenn etwas anderes in der Materie, auch wenn der Beruf oder wenn sogar die Familie einen Primärstatus hat, dann fällt das weg, weil das nicht das Ur-System ‚Leben‘ ist. Und so ist es nicht gedacht. Und diese Schwingungsqualität greift durch das Öffnen weiterer Zeitenpforten. Und dieses ist in vielen verschiedenen Facetten lange schon, Monate und vor allem Jahre, gesagt worden und so noch einmal hier. Das war die Präambel zu der April-Botschaft. Und jetzt wie gewohnt die eine Metapher mit drei verschiedenen Erklärungssymbolen.

Die April-Botschaft 2017, die Metapher lautet: Die Erde feiert runden Geburtstag. Auch das eine Primärenergie, denn die Erde lebt aus diesen drei Qualitäten Liebe, Licht, Rhythmus und dann eben Freude daraus resultierend. Und der Mensch, der von ihr trinkt und isst, hat die Aufgabe, sich an sie zu wenden und mit ihr zu sein, weil sie diese Primärenergien lebt. 

Also gehen wir in das Bild und nennen und sagen, das ist auch so. Die Erde feiert runden Geburtstag. Es gibt auch tatsächlich eine numerologische, eine mathematische, eine zeitliche Kraft, die verfügt, dass es eine Geburtsstunde gibt der Erde, so wie sie ist als Gitternetz mit kristallinen Strukturen, die ein festgewordenes Band bildet, so wie Wasser und Salz sich gebunden hat, also Materie. 

Die Metapher lautet also sich vorzustellen, sich auch reinzustellen, das ist ja die Idee dieser Bilder, sich in diese Energie reinzustellen und zu fühlen: Was macht das mit mir, wenn ich auf einem Geburtstag bin, auf dem die Erde ihr Jubiläum feiert, die Mutter ihr Jubiläum feiert, sich selbst feiert und sagt: „Ich bin geboren. So wie ich jetzt bin, bin ich geboren.“ Was passiert und was macht das mit mir, das ist die kleine Übung, während dieses hier gehört wird. Diese Gastgeberin, diese Erde, bestimmt natürlich: Wer ist da? Wer bleibt? Wie sieht die Party aus? Wer ist eingeladen? Wer ist da? Aber wer geht auch wieder von der Party? Die Gastgeberin selbst bestimmt also das Niveau und das Milieu ihrer Feier.  

Wir nennen an dieser Stelle nochmal drei Grundenergie-Eigenschaften, die diese Erde hat, die ihr auch habt und an die sich anzulehnen gilt, die es zu verstehen gilt. Und diese drei Eigenschaften sind die Balance der Erde, die Authentizität der Erde und ihre Freude. 

BALANCE, das bedeutet, für die Erde und für euch selbst im Fließen sein, das Leben fühlen und so sein und auch eine gewisse Kraft der Berechenbarkeit, des Rhythmus, was die Erde auch hat. Und das ist wichtig in dieser April-Botschaft. Das nennen wir auch. Es gibt sozusagen eine Gegenkraft, ein Opposit dazu, zur Balance. Das ist in dem Fall Macht. Und das bedeutet, fühlt da rein auf dieser Party. Wenn da jemand ist, der den Matzen spielt, der Machtgehabe hat. Was passiert? Nach einer Weile passt er nicht mehr zu der Party und geht. Das ist die Energie dieser Feier. 

So sei gesagt an dieser Stelle, so ist auch jetzt die Bruderfehde zu sehen. Wir nennen auch immer politische Systeme. Die Bruderfehde zwischen dem deutschen und dem türkischen Volk. Es ist da Macht darin. Und entlarvt es immer wieder. Das könnt ihr aus der Transformation gut. Da gibt es also im Anfang, im Ur-Kern, einen vereinsamten Bub, der darin steckt, und der dort auf der Party oder eben im politischen Leben sich hier aufspielt mit Macht. Und das ist die Botschaft auf der Feier der Erde wird diese sich aufspielende Macht, aufspielende Energie nach einer gewissen Weile herausgedrängt aus der Feier. Und dieses ist der Punkt. Dies ist der erste Punkt. Die Erde und ihre Balance. 

Der zweite Punkt, der wirkt: Die AUTHENTIZITÄT. Die Erde hat große Authentizität. Das bedeutet auch übersetzt, sie ist die Mutter. Sie hat viel Ordnung. Sie ist auch, wenn ihr so wollt, eine Beamtin, die alles sehr genau macht und alles sehr genau zuordnet. Tut sie auch in der Natur. Diese Authentizität ist eine große Kraft. Und ihr habt sie überall in der Natur, was bedeutet, etwas ist wie es ist. Dasjenige Wasser ist nass. Zucker ist süß. Und es ist auch nicht anders. Und das ist die große Naturkraft, aus der ihr auch schöpft und das Leben generiert. Das ist eine sehr große Kraft, die nur mehr zulässt, dass etwas so ist wie es ist. Das Wissen und das Licht ist so. Damit arbeitet die Natur. 

Glaube, Hoffnung und sogar auch Vertrauen sind Sekundärenergien. Und so: Vertrauen ist gut, so ist unser Wort. Wissen ist besser. Damit arbeitet die Natur. Das ist authentisch. 

Die Gegenkraft, auch diese - fühlt da rein für euch selbst - funktioniert nicht lange auf der Party. Auch diese Energie wird nach einer Weile an die Seite gedrängt. Und da wird sozusagen, dieser Gast geht langsam, weil er sich nicht wohlfühlt. Die Gegenkraft zur Authentizität ist das andauernde Drama. Jemand dramatisiert etwas. Da steht jemand in der Ecke und hier mit lauter Stimme dramatisiert er dauernd etwas und sagt: „Der Champagner ist nicht gut genug. Ich brauche etwas Anderes. Und was ist mit dem Kellner?“ , also dramatisieren. Und auch dieses passt nicht, weil das ist eine gute Party.Es ist eine Party der Balance, der Authentizität und der Freude. Und was nicht dazu passt, wird hinausgedrängt.      

Und die dritte Kraft. Natürlich ist das die dritte Kraft. Auf einer Feier ist die FREUDE. Und auch sie gilt es nochmal kräftig zu beschreiben. Es ist eine, wir haben es gesagt, nur in der Primärenergie wirkende Freude. Alles was da sekundär ist und was man nimmt aus etwas, was hier auf der Erde vielleicht da ist, ist nicht die primäre Freude. Primäre Freude der Erde ist ihre gleitende Güte, ihr bewahrendes Annehmen, etwas ganz Stilles, der verständigende und verständliche, leise Rhythmus. 

So fühlt nochmal hinein, was wirklich Freude ist. Es ist zuverlässiges, fließendes Dasein. Du hast diesen Moment, wenn du die Silvesterfeier gibst den Menschen, dann wirfst du vor dem lauten Silvestermoment eine Stille herein. Ein stilles Einhalten zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Das ist Freude. Das ist die Essenz dieser Erde, die Fähigkeit anzuhalten und zu sein wie ein stilles Gottgebet, ein stilles, weiches, warmes Gebet dem Leben selbst gegenüber. In dem Fall, in deinen Silvesterpartys, ist es das Rückschauen auf das letzte Jahr und das Vorschauen auf das neue Jahr. Das ist der Moment, den wir meinen. Und das ist die Essenz der Freude. 

Und das ist die Essenz auch auf dieser Feier, die wir euch eingeladen haben zu fühlen als Essenz der Erde und natürlich auch von euch selbst. Die Gegenkraft ist die Ablehnung. Wenn da jemand steht und auf der Party ist und sagt: “Ich lehne alles ab. Ich lehne die Erde ab. Ich lehne mein Leben ab. Ich lehne die anderen Menschen ab“, nun, der wird sich nicht lange auf der Party wohlfühlen. Die anderen Gäste werden sich auch abdrehen und sagen: „Es ist nicht richtig mehr hier, dass du da bist.“ Und so wird auch dieser gehen. Das ist immer wieder, das meinen wir auch, Energien werden aus sich selbst durch die Kraft der wahren Ur-Energie weggenommen und eben sie existieren dann nicht mehr. 

Nehmt Freude an. Nehmt einander an. Die Erde nimmt alles an, was sie ist und was sie hat und was sie erhält mit dem Herzen. Und so tut sie es auch natürlich mit den Menschen. Das Herz der Erde feiert Jubiläum, feiert runden Geburtstag. Das ist das metaphorische Sein dieser April-Botschaft. 

Vielen Dank fürs erste Hören. Bruder, danke fürs Verstehen, fürs Hereingehen in diese Bilder und Übungen, die darinnen sind. Danke fürs Lauschen, fürs Übermitteln, für diesen Moment. Das ist der erste Teil. Wir freuen uns auf deine Reflektion und deine Nachfragen. Danke. 

Gott zum Gruße.   

R. Betz: Erste Frage: Verstehe ich euch richtig, wenn ich Eure Aussage so interpretiere: Die Menschheit hat über lange Zeit vergessen und aus den Augen verloren, was das primär Wichtige, die Primärenergie bzw. das Grundgesetz der Erde ist und sich deshalb in Sekundärenergien Krieg, Krankheit, Konflikten u.a. verloren, anstatt die Freude am Mensch-Sein zu leben mit Dankbarkeit und Liebe zu unserer Mutter und Liebe zu sich und zu allem, was lebt. Und dieses ‚Zeitentor‘ April/Mai bedeutet, dass all das, was nicht der natürlichen Ordnung entspricht -  alle Formen der Nicht-Liebe, das Ausgrenzen, Schuld projizieren, Wüten, aber auch die Praxis, Freude über etwas Sekundäres, über den Partner, das Hobby oder die Familie zu erhalten anstatt über die Liebe und Freude an seiner eigenen Liebesnatur – dass dieses Verhalten, das ‚Nein‘ zur Freude am eigenen Leben, zu dieser Mutter Erde und zum Lieben selbst jetzt nicht mehr lebbar ist? Wenn das so ist, wie wirkt sich das energetisch auf die Menschen aus, die weiterhin so in den ‚alten Schuhen‘ der Unliebe leben, sich selbst und das Leben auf der Erde und diese Welt ablehnen?

Geistige Welt: Gott zum Gruße noch einmal aus der Essenz dieses Emanuel-Systems. Danke, Bruder, dass du das hier kurz und auch gut zusammenfasst. 

Tatsächlich, die Ablehnung in der Ablehnung zu leben, das wird mittelfristig und langfristig nicht mehr leb-bar sein. Ein Beispiel. Du fragst nach der energetischen Auswirkung. Was ist, wenn ein Fußballspieler noch in den alten Schuhen lebt und projiziert und hier gegen alles schimpft, gegen den Trainer, gegen den Schiedsrichter? Er ist zwar ein guter Spieler, aber was passiert? Er hat ein selbst-zerstörerisches System. Dann passiert folgendes, dass er aus diesem System heraus in den nächsten Spielzeiten mehrere Eigentore schießt. Eines passiert, das ist unglücklich, das zweite, das dritte, das vierte, das fünfte. Und dann fragen sich die Spieler und die Mannschaft und die Trainer: „Was ist los?“ Auf Grund seines Verhalten, auf Grund aber auch natürlich dieser Torsituation wird er aus dem Kader genommen.

Und was passiert energetisch im großen Rahmen? Dieses Ablehnen ist eine Autoimmun-Systemsituation. Und deswegen steigen auch die Autoimmun-Krankheiten und alles, was Allergien im weitesten Sinne sind. Und auch die auf der psychischen Ebene, Krankheiten oder Situationen wie Autismus, aber eben auch alle Suchtsituationen steigen an in den nächsten Zeiten und zwar sprunghaft. Das ist die Antwort auf die Frage, wie wirkt sich das energetisch auf den Menschen aus, der noch in der alten Situation der Ablehnung lebt. Danke.

R. Betz: Zweite Frage: Ich vermute, dass sich mancher noch eine Erläuterung wünscht zu der Aussage, in meinen Worten formuliert: Holt euch eure Freude am Leben nicht aus dem Zweitrangigen: Eurem Beruf, eurem Hobby oder Eurer Familie, sondern: Findet die tiefe, stille Freude in euch selbst an eurem eigenen Da-Sein hier als ein mit Gott, der Liebe und dem Licht sowie mit Mutter Erde verbundenem Wesen. Das ist die Primärfreude, wenn ich euch richtig verstehe. Könnt ihr das einmal an konkreten Beispielen veranschaulichen?

Geistige Welt: Da fragst du natürlich auch sehr gut, wie sieht diese tiefe, stille Freude aus. Zwei Beispielen dafür, wie es passiert, wenn Menschen aus dieser Freude, aus diesem Moment heraustreten. Das erste Beispiel von einem Mann. Das zweite Beispiel dann von einer Frau. 

Das erste Beispiel, das passiert in vielen Familien. Der Mann kommt abends von der Arbeit und er bekommt dann auch sogleich Vorwürfe von der Frau, dass er sich zu wenig um die Kinder kümmere. Er tut dann auch was und erschafft er sich sozusagen Stille, indem er zum Stammtisch geht, indem er sich in seinen Hobbyraum verkriecht. Und dann sagt er zu der Frau - und da sind die Vorwürfe, da sind die Projektionen: „Du lässt mir keine Freiheit.“ Und was passiert - das ist die Projektion - dass er sich selbst nicht genügend in seiner Arbeit, in seinem Leben nicht genügend den Raum der Stille holt. Und dann beginnen die Projektionen von der einen und von der anderen Seite. 

Und auch von der Frau, das ist das zweite Beispiel, auf der anderen Seite, die auch die Projektionen fährt und sagt: „Du verstehst mich nicht.“ Sie ist die Übermutter und sie projiziert auch auf den Mann, weil sie sich selbst in ihrem Alltag, bei ihrem Haushalt eben auch nicht den Moment nimmt, indem sie sagt: „Das ist das Gott-Leben. Hier bin ich in meiner Freude. Hier lebe ich ganz mich selbst.“ Das ist das, was passiert, wenn hier die Verstrickungen und die Projektionen da sind und dieser heilige Raum der Freude des Einzelnen nicht da ist und nicht gelebt wird. 

Und wir sagen es noch einmal. Die Natur lebt. Die Natur gibt jede Frucht aus diesem heiligen Raum ihrer Stille. Es ist ihre stärkste Kraft. Es ist ihr stärkster Faktor des Wachstums, diese Einkehr. Es ist der Moment zwischen Tag und Nacht und zwischen Nacht und Tag. Es ist der Moment, aus dem die Natur gänzlich atmet, immer wenn sie im Umbruch ist. Und diesen Moment sollte der Mensch auf der Erde entdecken, weil er so ein hoher und heiliger Moment ist in einem Planeten. Und er gehört in den Alltag. Er gehört in jede Situation eines Menschen, einer Frau, eines Mannes. Und deswegen diese beiden Beispiele.

Danke. Das war die Antwort auf die zweite Frage, wie kann man an diese Ur-Freude kommen, wie lebt man sie. 

R. Betz: Dritte Frage: Ihr sagt, Balance, Authentizität und Freude sind die Grundenergiequalitäten von Mutter Erde. Und der Mensch, der weiterhin auf dieser Erde in Gesundheit und Erfüllung leben will, darf, ja muss sich ab jetzt an diesen Qualitäten orientieren und sein Da-Sein und Bewusst-Sein danach ausrichten. Ich denke, die Balance ist leichter zu verstehen als der Begriff „Authentizität“. Wir übersetzen das in der Regel mit Wahrhaftigkeit, Echtheit, Ehrlichkeit, sein ganz Eigenes, Einzigartiges zu leben und in die Welt zu bringen. Könnt Ihr auch das noch mal an einem oder zwei Beispielen veranschaulichen? Ich denke, wir haben uns durch so viele unwahren Gedanken und Muster von unserem zutiefst eigenen Weg abbringen lassen oder ihn noch gar nicht gefunden, sondern uns angepasst und gefangen gesetzt in unseren vielen Gedanken des ‚Müssen‘, ‚Sollens‘, Nicht-Dürfens‘ oder ‚Nicht Könnens‘.

Geistige Welt: Du fragst: Was ist Authentizität? Was ist authentisch leben? Und noch ein paar Begriffe dazu. Authentisch ist, von der Natur aus, von der Erde aus gesehen, Natur betrachtend zu leben, rhythmisch zu leben, mit den Jahreszeiten, mit den Mondzyklen zu leben, fließend in Bewegung zu sein. 

Das sind Definitionen der Authentizität. Und du fragst nach zwei Beispielen. Wir machen es an dem fest, was du sagst. Da kommt ein Mensch in ein Seminar. Und er kommt aus dem Muster des Sollens und Müssens. Und was passiert? Diejenige Dramasituation entdeckt sich für diese Person, für den Teilnehmer des Seminars. Diese Person, dieser Teilnehmer, fällt aus der Ordnung des Seminars. Er ruft das eigene Drama ab. Er macht auf sich aufmerksam. Dadurch nutzt er auch die Hilfe der anderen aus. Und er positioniert die eigene Wehr gegen das frühere Sollen und Müssen. Und also lebt er sein Drama auf diesem Seminar. Und dann muss dieser Mensch aus dem Seminar ausgegrenzt werden. 

Deswegen sprechen wir immer wieder darüber. Es sind eigene Situationen, die hier passieren. Dann kommt die Ausgrenzung ganz aus dem System selbst heraus. Und deswegen: Authentizität ist hier, wenn ein Mensch fließt im Seminar, wenn er mitgeht, wenn er sich die Dinge zu eigen macht, versteht, lebt, liebt und sich an der Natur orientiert. Die Natur hat kein Drama. Sie lebt ihre Wogen und Wellen. Das ist der erste Punkt der Authentizität. 

Beispiel zwei: Der Mensch kommt aus dem Muster des Nicht-Könnens und ‚Ich darf nicht‘ und ‚Ich durfte nicht‘. Er kommt aus diesem Muster. Und dann kommt er auf ein Seminar. Und es folgt etwas, dass er hier ganz im Misstrauen ist und auch kein Vertrauen hat und sich  auch sich selbst nicht vertraut, sondern vielleicht auf die Eltern, den Seminarleiter oder eben andere Personen, aber nicht auf sich selbst. 

Und auch das passt nicht mehr. Das ist nicht mehr wahr der Erde gegenüber, weil sie in diesem Punkt eben auch völlig authentisch ist. Sie ist im Wissen: Sie ist was sie ist. Wir haben es gesagt. Das Wasser ist nass. Das Gras ist grün. Es ist so. Da kennt die Natur kein ‚Vertrauen‘. Sie erhält dadurch alles, was sie ist. Der Baum erhält dadurch all seine Nahrung, weil er ist, was er ist. Und für den Menschen, den wir hier im Beispiel zwei genannt haben, der auf alles Mögliche vertraut, nur nicht auf sich selbst und auf seine eigene Stärke. Da ist das Wort des Selbstwert-Holens und -Anerkennens, was viele Male gesagt wird. Davon kommt dann alle Stärke und alle Hilfe und Unterstützung.

R. Betz: Vierte Frage: Das genannte Machtgehabe, das wir bei Trump, Erdogan und anderen auf der großen Bühne sehen, haben wir ja auch in unseren Familien, Firmen und Organisationen. Da gibt es viele wütende Jungen und auch Mädchen in erwachsenen Körpern, die sich nicht um ihre eigene Angst und Ohnmacht kümmern und diese mit ihrem Machtverhalten anderen gegenüber kaschieren. Was wäre aus eurer Sicht eine Haltung der Liebe diesen Menschen gegenüber, die über andere Macht ausüben, konkret gesagt: Kennt die Liebe einen Widerstand gegenüber solchen Menschen?

Geistige Welt: Du stellst die eine große Frage, Bruder. Kennt die Liebe den Widerstand gegenüber solchen Menschen? Das ist die Antwort: Die Liebe steht und sie bleibt und sie hält ihre Energie. 

Noch einmal das Beispiel, das Bild der Maria Magdalena, das ganz wichtig ist in eurer Zeit. Denn sie blickt in das Auge der Liebe. Und in dem Moment lässt sie jeden Stein fallen. Sie verteidigt sich nicht mehr. Sie projiziert nicht mehr. Sie hat keine Angst mehr. Sie jammert nicht mehr. Sie klagt niemanden an. Sie sieht in das Antlitz der Liebe. 

Und das ist: Stehen. Für sich stehen und da sein. 

Seht noch einmal auf die politische Bühne. Die Liebe bleibt stehen. Und so passiert es, dass der amerikanische Präsident etwas sagt, das immer weniger Menschen interessiert. Er grenzt sich selber aus. Und es ist gar nicht mehr relevant, was er sagt, immer weniger. Und das Gleiche in der Türkei. Da ist auch einer, der sich ganz von selbst rausgrenzt. Er wird einfach nicht mehr eingeladen. Es wird einfach die Türe der Veranstaltung vor ihm zugemacht. 

Und das ist das Schlusswort zu dieser April-Botschaft 2017. Seid MIT der Erde. Feiert mit ihr. Sie hat Geburtstag und eingeladen sind die Geliebten so sehr.