Liebe Freunde und Freundinnen, sehr geehrte Damen und Herren,

vor wenigen Tagen, am 27. April war der Gedenktag an den ‚Holocaust‘, die Ermordung von 6 Millionen deutschen und europäischen jüdischen Frauen, Männern und Kindern durch unsere Großväter oder Väter. Zusammen mit ihnen wurden Tausende Andersdenkende (besonders Kommunisten und andere Gegner des Naziregimes) sowie Homosexuelle, Behinderte und Roma und Sinti in den KZs umgebracht.

73 Jahre später werden wieder einmal Gruppierungen von Menschen zu Sündenböcken erklärt, die anders sind, um sich von den eigenen Gefühlen der Angst und Verunsicherung, Ohnmacht und Wut abzulenken und sie zu verdrängen. Flüchtlingsunterkünfte werden angezündet, jüdische Kinder von der Schule gemobbt und das Feuer der Intoleranz und Ausgrenzung geschürt. – Und die Mehrheit schaut weg und schweigt.

Was ist die Wurzel des Unrechts und der Feindseligkeit so vieler Menschen anderen Menschen gegenüber, die anders aussehen, sich anders kleiden, verhalten oder an einen anderen Gott glauben? Es ist immer der EIGENE UNFRIEDEN in und mit sich selbst, verbunden mit Gefühlen der Angst, Ohnmacht und Wut, des Neids und der Eifersucht. Es ist letztlich die Sehnsucht nach Geborgenheit, Sicherheit und Liebe von anderen. Und es ist zugleich die Selbstverurteilung und Unliebe sich selbst gegenüber, für die bei anderen die Schuld gesucht wird; im Privaten beim Ex-Partner, den Eltern oder Schwiegereltern, dem Bruder oder der Schwester, dem Chef, der Kollegin, dem Nachbarn oder bei ‚denen da oben‘.

Die machtvolle Energie dieser Transformationszeit deckt jetzt all das auf, was bisher im Verborgenen war, was versteckt und verdrängt wurde. Das sind im öffentlichen Bereich die vielen Skandale, deren Unrecht durch all die ‚…-Leaks‘ und ‚….-Papers‘ offenbart werden. Und in unseren Familien und Arbeitsplätzen sind es die ‚schwarzen Schafe‘, die sich nicht so verhalten, wie wir es gern hätten, von denen es in so gut wie jeder Familie mindestens eines gibt, die als Projektionsfläche der eigenen Unzufriedenheit der anderen herhalten sollen. 

Dies ist eine Zeit der Offenbarung, in der offengelegt wird, was nicht der Wahrheit, der Liebe und unserer ersten menschlichen Natur entspricht, die Liebe heißt. Jeder Mensch ist ein Mensch der Liebe, die meisten haben es nur vergessen. Alle Menschen sind gleichwertig, jedoch individuell sehr verschieden. Diese Transformationszeit erinnert uns mit Macht daran und konfrontiert jeden Menschen mit dem, was er bisher – meist unbewusst – denkt und glaubt über sich selbst, über die Anderen und über das Leben. Diese Gedanken sind zumeist verurteilend, ausgrenzend und angstgesteuert. So erscheint uns die Welt wie ein Kindergarten, in dem sich Menschen wie kleine ängstliche, wütende, verletzte und gekränkte Kinder verhalten.

Möge sich jeder, der diese Zeilen mit offenem Herzen lesen kann, dafür entscheiden, sich seiner persönlichen Unzufriedenheit, inneren Unruhe und Unrast, seinem Neid oder seiner Eifersucht, seiner Ohnmacht und seiner Wut  liebevoll und fühlend annehmen. Solange wir uns selbst und das Kind in uns nicht verstehen, annehmen und lieben lernen, werden wir im Außen zu Brandstiftern in unseren Firmen und Familien.

Fragen Sie sich bei Ihren Entscheidungen und in ihren Gedanken: Was würde die Liebe jetzt denken und tun? Kommt das, was ich hier denke oder tun will, aus der Liebe oder aus der Angst? Angst führt zum Krieg und die Liebe zum Frieden. Wenn Sie sich also eine friedliche Welt wünschen, dann sorgen Sie zunächst für den Frieden in sich selbst, mit sich selbst und mit den Menschen Ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Dann verändern Sie die Welt in Ihrem Umfeld. Dann müssen sich die großen Katastrophen der Menschheit, allen voran der 1. und 2. Weltkrieg nicht wiederholen.

Es lebe die Liebe, ohne die kein Frieden möglich ist.

Ich wünsche Ihnen große Freude und Dankbarkeit angesichts der aufblühenden Natur im Mai und lege Ihnen die Lektüre der Mai-Botschaft der Geistigen Welt ans Herz.

Ihr Robert Betz,