Robert's aktueller Brief

Jeden Monat neu werden hier die aktuellen Briefe und Botschaften von Robert an die Leser, auch zum downloaden, zur Verfügung gestellt.

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Liebe Freunde und Freundinnen, sehr geehrte Damen und Herren,

die Hitze in Nordeuropa macht gerade vielen zu schaffen. Wenn etwas - wie jetzt der Regen - über längere Zeit ausbleibt, über den sonst viele gern klagen, können wir das Geschenk des Wassers wieder wertschätzen lernen. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir den Hahn aufdrehen und uns gutes Wasser in Mengen zur Verfügung steht. Für viele andere auf der Welt klingt das wie Luxus.

Wie beim Wasser geht es uns bei vielen Dingen, an die wir uns gut und gerne gewöhnt haben, weil wir das Gegenteil davon nicht erlebt haben. Wer nie persönlich Krieg, Vertreibung, Hunger, fehlende medizinische Grundversorgung und andere krasse Mangelzustände in seinem Leben erlebt hat, dem fehlen oft die Wertschätzung und Dankbarkeit für die Fülle, aus der er jeden Tag schöpft.

Ähnlich verhält es sich mit unserer Freiheit und dem Frieden in unseren Ländern und Gemeinschaften, wie Familien, Firmen und Organisationen. Wenn wir uns lange an solche Errungenschaften gewöhnt haben, dann laufen wir Gefahr, ihren Wert zu vergessen und beides aufs Spiel zu setzen.

Genau das tut zurzeit eine Vielzahl von Menschen, die völlig unbewusst mit ihrer persönlichen Unzufriedenheit und ihrem Unfrieden mit sich selbst umgehen und im Außen dafür Schuldige suchen, anklagen und verurteilen. Sie sind sich nicht bewusst, dass es vor allem ihre über lange Zeit verdrängten Gefühle der Angst und Ohnmacht sind, die jetzt hochgeholt werden in dieser Transformationszeit und die sie wütend werden lassen, obwohl es ihnen im Materiellen an nichts fehlt.

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